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Les Baroudeurs

Wir sind die Baroudeure:

Henning, 36 Jahre, Kommunikationstrainer, Berlin

Nils, 29 Jahre, Kreativdirektor, Berlin

Was sind Baroudeure?

baroudeur – „alter Haudegen“, Bezeichnung für einen Fahrer, der ständig attackiert und dadurch versucht, auszureißen.

Das schreibt Wikipedia über unseren Blognamen. Was uns an diesem wohlklingenden Bezeichnung reizt, ist das „versucht“. Auch wir versuchen  ständig zu attackieren und auszureißen. Auch wenn das für den Außenstehenden nicht immer offensichtlich ist. Wir attackieren auch  hinten im Feld. Fahren entschlossen in den Windschatten. Wir gefährden vielleicht nicht den Gesamtführenden, oder kämpfen um Podiumsplätze. Doch wir attackieren immer unsere persönlichen Grenzen. Und gehen hier und da  darüber hinaus. Wir trainieren. Und können in der Nacht vor dem Rennen nicht schlafen. Am Start ist unser Ruhepuls höher als Lance Armstrongs bei 18% Steigung. Aber dann gehts endlich los…Ausreißen, angreifen. Lest unsere Geschichten. Von der Transalp, dem härtesten Jedermann-Rennen der Welt. Oder der L´etape du Tour auf den Col du Tourmalet. Von Ausfahrten nach Brandenburg. Von Trainingserfolgen und -Rückschlägen.  Von Übermut und Selbstüberschätzung. Von brennender Begeisterung und brennenden Muskeln.

Alles begann Ende 2008 mit einer Mail. Darin stand:

http://70.3ironman.ch/

Henning wollte sich anmelden. Nils hatte seit Jahren kein Sport gemacht und ungefähr 10 Kilo zuviel auf den Rippen. Beide konnten nicht schwimmen. Nils hatte kein Fahrrad. Im Hintergrund spielte ein kleiner Mann in unserem Ohr plötzlich “Eye of the Tiger” und wechselte die nächsten neun Monate fast nie die Platte. Wir bestachen einen Schwimmtrainer uns Schwimmen beizubringen. Die erste durchgekraulte Bahn werden wir beide wohl nie vergessen. Und wir liefen und liefen und liefen und radelten und radelten und schwammen und schwammen. Verletzungen kamen und gingen. Schnupfen und Erkältungen wurden zu Katastrophen. 2 Sekunden im Becken zum Weltpokalsieg….und schließlich sprangen wir Anfang Juni 2009 in Zürich See, um den ersten IRONMAN unseres Lebens zu bestreiten. Der Start war eine Katastrophe.

Aber nach knapp über sechs Stunden waren wir schließlich beide im Ziel. Und stolz wie Oskar. Oder besser gesagt: Wie ein IRONMAN. Nie hätten wir gedacht, dass wir das schaffen…Aber….Mal sehen was als Nächstes kommt.